Mein Weg nach Sucre

Endlich war ich in Santa Cruz am Flughafen angekommen, mehr als vier Stunden zu spät, todmüde, aber glücklich. Nur noch den Visumsantrag ausfüllen und durch die Passkontrolle, dann konnte ich mein Gepäck wieder entgegennehmen und ins Freie treten.

Am Ausgang wartete mein Abholservice bereits. Verwundert erfuhr ich, dass man mich in einem anderen Flugzeug erwartet hatte. Mein Fahrer wollte mich bereits am Nachmittag abholen, da er damit gerechnet hatte, dass ich aus Sao Paulo und nicht aus Buenos Aires komme. Wie dem auch sei, zum Glück hat dann doch noch alles geklappt.

Ich stieg also in ein Taxi und wurde zum Hostel ins Stadtinnere von Santa Cruz gebracht. Auf einer sehr rasanten Fahrt ging es durch Vorstadt- und Industriebereiche, in denen um diese Uhrzeit nichts mehr los war. Meine Müdigkeit verzog sich auf einen Schlag, aufgrund der neuen und interessanten Eindrücke. Vielleicht aber auch, weil der Fahrer alle Fenster heruntergekurbelt hatte, und das bei frischen 8°C.

Nach einer kurzen Weile, erreichten wir dann das Hostel, wo ich von einem netten Bolivianer empfangen wurde. Er zeigte mir das Zimmer, indem bereits drei andere Leute schliefen. Geschafft von diesem langen Tag, schlief ich dann ziemlich schnell ein.

Der heutige Mittwoch begann dann mit einer warmen Dusche und einem Frühstück, welches für ein Hostel meiner Meinung nach sehr gut war. Jetzt sah ich ja auch zum ersten Mal wirklich die Räumlichkeiten, die schlicht aber sauber sind. Das HI Santa Cruz verfügt sogar über einen Pool, allerdings war es zu kalt diesen zu nutzen, denn auch am Tag stiegen die Temperaturen nicht über 15°C. Normalerweise soll es auch zu dieser Jahreszeit in Santa Cruz sehr warm sein (Temperaturen oft im 30°C-Bereich), ich habe also echt eine außergewöhnliche Wetterlage erwischt.

Jetzt lernte ich auch Muriel kennen, mit der ich heute Nachmittag noch nach Sucre fahre. Sie ist eine Freiwillige aus der Schweiz.

Muriel und ich trafen uns heute dann noch mit Nacira (Bolivianerin und Orginisatorin des Aufenthalts in Santa Cruz) um alles Weitere zu besprechen. Außerdem zeigte sie uns die Innenstadt, welche außer einer schönen Kathedrale und dem großen und grünen „Plaza del 24 de Septiembre“ nicht viel zu bieten hat. Santa Cruz ist auch eher nur eine Durchgangsstation für Bolivienreisende. Es ist eher eine Wohn-und Arbeitsstadt, mit großem Bevölkerungszuwachs in den letzten Jahren.

Heute um 17.00 Uhr geht es für mich dann mit dem Bus weiter nach Sucre. Die Busfahrt soll etwa 12 Stunden dauern und führt bis auf 3000m über NN, es kann also kalt werden…

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