Die Stadt fiebert dem Nationalfeiertag entgegen

Aufgrund der Höhenlage, sind die Nächte in Sucre saukalt (Temperaturen knapp über 0°), doch dank guter Vorbereitung, in Form von einem Schlafsack und einer dicken Decke, schlief ich meine erste Nacht hier super.

Nach dem Frühstück hatte ich dann meine erste Spanischstunde, welche dann doch langweiliger als gedacht war. Allerdings lag das wohl daran, dass wir alle zusammen Unterricht hatten. In den nächsten Tagen beginnt dann nämlich für mich der Einzelunterricht, der wahrscheinlich mehr Forderung und Lernfortschritt verspricht.

Kurz nach dem Unterrich war dann schon Mittagessen, welches immer ein Highlight ist. Die bolivianische Köchin bereitet traditionelle Gerichte, dessen Namen leider schwer zu merken sind. Mein Favorit bisher ist das „Jarque“ ein typisches Gericht der Guarani, einer indigenen Volksgruppe. Es besteht aus Reis, Rindfleisch, Spiegelei und gebackenen Bananen.

Am Nachmittag war ich dann mit einigen Leuten in der Stadt. Am zentralen Platz sind zurzeit einige feierliche Umzüge und Aufmärsche von Schulkindern, dem Militär etc. Anlass ist der Nationalfeiertag Boliviens, am morgigen 6. August. Die ganze Woche schon wird die Unabhängigkeit Boliviens von den Spaniern gefeiert. Ich kann wirklich froh sein diese Zeremonien noch zu erleben, denn teilweise sind die Festtrachten echt schön und überall in der Stadt hängen Nationalflaggen. Die große Party steigt dann aber erst morgen.

Außerdem ging ich heute erstmals durch den „Mercado Central“ (Zentralmarkt). Hier werden nur Lebensmittel verkauft. Auffällig sind die Fleischtheken, welche auch ganze Rinder, Lamas und weitere Tiere verkaufen. Außerdem werden Lama Fötusse zu rituellen Zwecken verkauft. Eine bolivianische Tradition besagt, dass, wenn man ein Haus baut und unter dem Fundament ein Lama Fötus vergräbt, man immer Glück hat solange man darin wohnt.

Auf dem Markt kam man außerdem fantastische „Jugos“ genießen. Das sind frischgepresste Säfte, die entweder mit Milch oder Wasser verdünnt werden. Je nach Wunsch kommt auch noch Zucker dazu. Meine Wahl war heute ein Maracuja-Jugo mit Milch, ohne Zucker…ein Traum und das Ganze nur für 5 Bolivianos (50ct). Nachdem ich meinen Becher geleert hatte schenkte mir die nette Frau noch einmal nach, denn ein „Jugo“ reicht für zwei Becher.

Es war ein super Tag heute und man lernt immer mehr über die Kultur und die Traditionen hinzu. Es ist echt interessant wie anders Bolivien doch ist.

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2 Gedanken zu „Die Stadt fiebert dem Nationalfeiertag entgegen

  1. Hi Janosch,
    bei aller Begeisterung für die Jugos, (die auch aus der Entfernung sehr lecker erscheinen) sei etwas vorsichtig mit frischen Lebensmitteln. Deine Verdauungsaorgane werden sich darauf einstellen müssen.

    Gruß Claus

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