Ein ganz normaler Tag

Unglaublich, der Beginn meiner Reise liegt schon 9 Tage zurück, dabei kommt es mir vor als wär es gestern, als ich in den Flieger stieg. Mittlerweile habe ich hier in Sucre so etwas wie einen Standardtagesablauf entwickelt:

Alles beginnt immer mit dem Handywecker um 7:30 Uhr. Leider schon so früh, denn mein Spanisch Unterricht beginnt immer um 8:30 Uhr. Beim Frühstück bin ich dann oft alleine, weil fast alle später aufstehen müssen. Naja wenigstens habe ich so mehr vom Tag.

Der Unterricht findet in einem Haus auf der anderen Straßenseite statt. Ich bekomme immer Texte über Bolivien (Land, Leute, Kultur) zu lesen und muss diese dann mündlich zusammenfassen, danach reden mein Lehrer und ich immer noch über die Texte. Das macht Spaß, da ich viel über Bolivien lerne und das freie Sprechen trainiere. Vor allem das, was mein (bolivianischer) Lehrer mir über das Land erzählt, lässt sich wirklich kaum in einem Reiseführer finden. Insgesamt dauert Spanisch zwei Stunden, mit einer kurzen Pause von zehn Minuten zwischendrin. Morgen habe ich schon meine letzte Spanisch Stunde und so werde ich wohl bald weiter nach Camiri reisen, um zu arbeiten.

Nach Spanisch, also um 10:30 Uhr habe ich immer noch etwa 2 Stunden Zeit bis zum Mittagessen. Meist nutze ich diese um Hausaufgaben zu machen und/ oder ins Internet zu gehen.

Nachmittags ist dann immer die Zeit, in der ich etwas unternehme, wie z.B. in die Stadt zu fahren. Diesen Nachmittag etwa habe ich einen Spaziergang zum „Mercado Campesino“ (Bauernmarkt) gemacht, welcher in einer großen Halle, etwa 10 Gehminuten vom Hostel entfernt, beherbergt ist. Hier werden ausschließlich Lebensmittel verkauft. Es gibt große Fleisch und Käsetheken, sowie dutzende Obst und Gemüse Stände. Vor der Halle werden vor allem Gewürze und Nudeln verkauft. Der „Mercado Campesino“ ist noch um einiges größer als der „Mercado Central“ in der Innenstadt. Außerdem frequentieren hier mehr Einheimische, da es einfach billiger ist.

Nach meinem Besuch im Markt, bin ich so ein bisschen durch die Straßen geschlendert, da fiel mir plötzlich etwas ins Auge. Ja, das ist ein Flutlichtmast. Habe ich etwa ein Fußballstadion entdeckt? Genauso war es, zwei Straßen weiter und ich stand vor der großen Betontribüne. Neben an gab es noch einen Trainingsplatz aus Sand und eine Tennishalle.

Ich machte mich dann wieder langsam auf den Rückweg. Zuhause angekommen musste ich mich erst mal setzen und etwas trinken. So ein Spaziergang auf 2800m bei 23° bringt einen schon aus der Puste. Vor allem weil das Gehen hier in Sucre ein ständiges auf und ab ist, solche Hügel ist man aus Hannover gar nicht gewohnt.

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