Mal wieder Wochenende

Es ist Wochenende! Mein drittes in Bolivien, mein erstes hier in Camiri und hoffentlich das erste, das ich richtig genießen kann, nachdem meine letzten Wochenenden durch Krankheit bzw. Busfahrt nicht so erholsam waren.

Leider ist das Wetter seit gestern eher bescheiden. Während die Woche über die Sonne geschienen hat, ist es nun bewölkt und wir haben eisigen Südwind. Die Temperaturen fielen schlagartig von 30°C und mehr auf etwa 15°. Hoffentlich bessert sich das bald wieder, denn Camiri behauptet von sich, über den schönsten Strand Boliviens zu verfügen. Vielleicht kann ich nächstes Wochenende dann im Fluss baden.

Letztens haben wir hier mit Familie und Freunden des Chefs des Hostels gegrillt und einen super Abend verbracht. Als ich von der Farm nach Hause gekommen bin, saßen schon sechs Bolivianer im Garten, aßen und tranken. Wir Freiwilligen haben uns dann dazu gesetzt. Das Grillen ist hier ganz anders. Es werden sehr große Fleischstücke mit Knochen, also keine flachen Steaks wie bei uns gegrillt. Es dauert sehr lange bis diese großen Stücke durch sind. Würstchen liegen auch in Bolivien auf dem Grillrost, allerdings „chorizo“, die pikante Paprikawurst.

Zum Essen gibt es Bier, das allerdings nicht so gut schmeckt wie in Deutschland. Es gibt in Bolivien ja auch nicht so etwas, wie das deutsche Reinheitsgebot, daher sind die Biere hier mit Unmengen an Chemikalien versetzt.

Die Trinkgewohnheiten sind auch anders als in Deutschland. Hier hat nicht jeder eine Bierflasche vor sich stehen, sondern es wird aus einer Flasche eingeschenkt. Man bedient sich nicht einfach selbst, sondern wird vom Gastgeber bedient, oder man fragt bevor man sich etwas einschenkt. Allerdings werden diese Regeln zu fortgeschrittener Stunde auch gerne Mal vergesse, denn der Bolivianer trinkt gerne und viel.

Beim Schnapstrinken gibt es wieder einen anderen Brauch: Es gibt nur ein Schnapsglas, aus dem alle Trinken. Bevor man trinkt muss man einer der anderen Personen zuprosten, was einer Einladung zum nächsten Schluck gleichkommt. Nach dem man das Glas geleert hat, wird nachgefüllt und die Person, der man zugeprostet hat, ist an der Reihe mit Trinken. So geht es an dann reihum. Vergisst man eine Person durch zuprosten einzuladen, muss man als Strafe noch ein Glas trinken.

Die Arbeit hier macht Spaß und so freue ich mich auf meine zweite Arbeitswoche. Etwas schade ist, dass am Sonntag ein Freiwilliger, und dann am nächsten Mittwoch noch einer, nach Hause zurückkehrt. Ab Mittwoch sind wir dann erst mal nur noch drei Jugendliche hier im Hostel.

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